In den letzten Jahren habe ich, Joram Schirmaier, zunehmend Zeit damit verbracht, durch Europa und Asien zu reisen. Dabei habe ich Inspiration von den kreativsten Menschen gesammelt und deren Erfahrungen zu den meinigen hinzugefügt.
Egal mit wem, zu welcher Zeit oder gar auf welchem Erdteil; stets habe ich es erfolgreich geschafft, die Menschen, die mir auf meinem Weg begegnet sind, mit Lebensfreude anzustecken.
Vor über 3 Jahren war die Sache dann beschlossen, ich wollte nicht weiter überleben, ich wollte anfangen zu Leben!
So begab ich mich nach Indien, zur Quelle des Yoga. Dort lernte ich nicht nur yogische Übungen auszuführen, sondern ich eignete mir den yogischen Lebensstil in einem Ashram an.

 

 

 

 

 

Im Ashram

 
An einem Ort wie, es keinen zweiten gibt, abseits der Zivilisation, fand ich mich in Indien in einem Ashram wieder. Dort erklang jeden Morgen, bevor die Sonne aufging, eine Glocke die den Tagesanbruch signalisierte. Nach dem Wecken gab es erst einmal stillen Tee, morgens und bei den Mahlzeiten durfte nicht geredet werden (talking prevents tasting).
Der Tag begann mit Mantras (repetitive Gesänge in Sanskrit) gefolgt von Asanas (Körperpositionen).
Kurz vor dem Frühstück gab es Karma Yoga, d.h. man verichtete eine Arbeit ohne die geringste Erwartung an deren Frucht zu haben.
Über Mittag war es oftmals zu heiß, um etwas aktiv zu tun. Deswegen kamen einige Lehrer zu Besuch, mit denen dann über die yogische Philosophie in größtem Ausmaße diskutiert wurde.
Am Nachmittag stand Pranayama (Atemübungen) auf dem Programm, gefolgt von Asanas und Havan (eine Art der Feuermeditation). Am Abend folgte noch mehr Theorie und gelegentlich sogar Bhajans (Gesang & Tanz).
Die erste Woche über hatte ich Schmerzen in jedem einzelnen Muskel. Aber nach und nach entdeckte ich die Vorzüge, die es hat, an so einem wundersamen Ort zu leben. Meine Gedanken wurden ruhiger und gezielter, meine Selbstdisziplin wurde gestärkt und mein Körper passte sich den neuen Gegebenheiten an.
Neben diversen Shatkarmas (Säuberungsprozesse) und Meditationen lernte ich nicht nur Yoga für eine bestimmte Tageszeit zu praktizieren, sondern ich eignete mir einen ganzen Lebensstil an.

Hari Om Tat Sat